Leukämie

 

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Leukämie

Sammelbegriff für eine Reihe von bösartigen Krankheiten, die alle eine krankhaft gesteigerte Vermehrung von unreifen und damit funktionsunfähigen weißen Blutkörperchen aufweisen. Krankheitszeichen entstehen überwiegend durch die Verdrängung der normalen Blutbildung. Sie bestehen aus Blutarmut, Blutungen, Infektionen und Vergrößerung sowie Funktionsminderung der von den Leukämiezellen befallenen Organe.

Leukopenie, Leukozytopenie

Verminderung der Zahl der Leukozyten im peripheren Blut auf Werte unter 5000 Zellen pro Kubikmillimeter Blut. Ursache ist entweder die Störung der Leukozytenbildung im Knochenmark oder ein vorzeitiges Absterben, z. B. bei Knochenmarkerkrankungen, reaktiv nach Virusinfektionen oder bei dem Syndrom der vergrößerten Milz. Gegensatz: Leukozytose.

Transplantation

Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen eines Spenders auf einen Empfänger (allogene Transplantation) oder an andere Stellen des eigenen Körpers (autogene Transplantation). Durch eine Transplantation werden erkrankte, nicht mehr funktionstüchtige oder schwer verletze Organe ersetzt. Man unterscheidet:
1. die autogene Transplantation (Spender und Empfänger sind identisch).
2. die allogene oder homologe Transplantation (Empfänger und Spender sind genetisch unterschiedlich, jedoch von der gleichen Spezies).
3. die xenogene Transplantation (Übertragung von tierischen Organen auf den Menschen).
Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse, insulinproduzierende Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, Herz, Lunge, Blutgefäße, Knochen, Knochenmark, Haut sowie die Hornhaut des Auges werden heute mit einigem Erfolg transplantiert. Mögliche Abstoßungsreaktionen hängen mit der Übereinstimmung des körperfremden Gewebes mit dem Gewebe des Empfängers zusammen, der Histokompatibilität. Bei gravierenden Abweichungen der Leukozytenoberflächenstrukturen (Histokompatibilitätsantigene) von Spender und Empfänger wird das Transplantat vom Immunsystem des Empfängers zerstört. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Abstoßung ist umso geringer, je enger Spender und Empfänger genetisch verwandt sind. Um bei genetisch nicht identischen Geweben eine Abstoßung zu vermeiden, wird das Immunsystem des Empfängers vor und nach der Transplantation medikamentös künstlich geschwächt (Immunsuppression).

 
Typisierte Spender

Personen, bei denen eine Bestimmung der Gewebemerkmale durchgeführt wurde. Aufgrund dieser Untersuchung kann entschieden werden, wer für einen bestimmten Patienten als Spender von Stammzellen geeignet ist.